• Collapse

  • Annotate using Feed The Pundit
  • Ts-215a Diplomatic transcription
  • Facsimile
  • Ts-215a,6[2]et7[1]
  • prev
  • next
  • Drag

  ​ 
83
                        Denken wir uns nun die Hypothese, jemand werde unter gewissen Umständen die Ziffern der Zahl II (etwa im Sechsersystem)
Ts-215a,7
7
83
würfeln. Diese Hypothese ist also ein Gesetz, mit dessen Hilfe ich für jeden Wurf die Zahl der geworfenen Augen ausrechnen kann. Wie aber, wenn wir die Hypothese dahin modifizierten, dass jemand unter gewissen Umständen nicht die Ziffern von II werfen werde! Sollte das nicht auch einen Sinn haben? Wie aber kann man je wissen, dass diese Hypothese richtig ist, da er ja zu jeder gegebenen Zeit II gemäss geworfen haben mag und die Hypothese dadurch doch nicht widerlegt ist. Aber das heisst, doch eben, dass wir es hier mit einer andern Art von Hypothese zu tun haben; mit einer Satzart, für die in ihrer Grammatik keine Falsifikation vor vorgesehen ist. Und es steht mir frei, das “Satz”, oder “Hypothese”, oder ganz anders zu nennen, wenn ich will. (II ist kein
Bruch
Dezimalbruch
, sondern ein Gesetz, nach welchem Brüche gebildet werden.)

 

(2015–) Wittgenstein Source Bergen Nachlass Edition (WS-BNE). Edited by the Wittgenstein Archives at the University of Bergen under the direction of Alois Pichler. In: Wittgenstein Source, curated by Alois Pichler (2009–) and Joseph Wang-Kathrein (2020–). (N) Bergen: WAB.




To cite this element you can use the following URL:


BOXVIEW: http://www.wittgensteinsource.com/BTE/Ts-215a,6[2]et7[1]_d

RDF: http://www.wittgensteinsource.com/BTE/Ts-215a,6[2]et7[1]_d/rdf

JSON: http://www.wittgensteinsource.com/BTE/Ts-215a,6[2]et7[1]_d/json