• Collapse

  • Annotate using Feed The Pundit
  • Ms-114 Diplomatic transcription
  • Facsimile
  • Ms-114,128v[3]et129r[1]
  • prev
  • next
  • Drag

  ​ 
Wenn ich jemandem den Gebrauch eines Wortes, etwa des Wortes “wünschen”, durch ˇcharakteristische Beispiele klar zu machen suche, so liegt es nahe, daß der Andere in Form eines Einwands ˇgegen das von mir Vorgebrachte
ein Beispiel
Beispiele
anführt das auf eine ˇnoch andere Gebrauchsart hindeutet. Meine Antwort ist dann, daß das neue Beispiel für unsre Betrachtung nützlich werden kann, daß es
Ms-114,129r
196
aber kein Einwand gegen meine Beispiele ist. Denn ich wollte ja gar nicht sagen, diese Beispiele seien die Darstellung des Wesens dessen was man “wünschen” nennt Höchstens Darstellungen verschiedener Wesenheiten die alle man wegen gewisser Verwandtschaften mit diesem Wort bezeichnet. Der Irrtum ist, daß angenommen wird, wir wollten durch diese Beispiele das Wesen, des Wünschens etwa, illustrieren, & die Gegenbeispiele zeigten nun, daß dieses Wesen noch nicht richtig erfaßt sei. Das ist, als wäre unser Ziel, eine Theorie des Wünschens zu geben, die dann eben alle Fälle des Wünschens erklären müßte.
    Darum sind aber anders⌊e⌋its die herangezogenen Beispiele nur dann von Nutzen, wenn sie klar ausgeführt, & nicht blos vag angedeutet sind.


 

(2015–) Wittgenstein Source Bergen Nachlass Edition (WS-BNE). Edited by the Wittgenstein Archives at the University of Bergen under the direction of Alois Pichler. In: Wittgenstein Source, curated by Alois Pichler (2009–) and Joseph Wang-Kathrein (2020–). (N) Bergen: WAB.




To cite this element you can use the following URL:


BOXVIEW: http://www.wittgensteinsource.com/BTE/Ms-114,128v[3]et129r[1]_d

RDF: http://www.wittgensteinsource.com/BTE/Ms-114,128v[3]et129r[1]_d/rdf

JSON: http://www.wittgensteinsource.com/BTE/Ms-114,128v[3]et129r[1]_d/json