| | | | | |
“Aber wie kann mich eine Regel lehren, was
ich an dieser Stelle zu tun habe? – Was immer ich
tue ist doch durch irgend eine Deutung mit der Regel zu
vereinbaren.” Nein; so sollte es nicht
heißen, sondern so: Jede Deutung hängt, mitsamt
dem Gedeuteten, in der Luft & kann diesem also keinen Platz
bestimmen.1
| | |
| | | / | | | Wie kann ich einer Regel
folgen? Wie kann sie mir zeigen, wie sie mich zu
führen hat? – Wenn ich sie so, oder so
auffasse, wie kann ich diese Auffassung festhalten, wie kann ich
sicher sein, daß sie mir nicht unversehens entschlüpft
ist?
| | |
| | | / | | | “Wie kann ich einer
Regel folgen?” Wenn das nicht
Frage nach den Ursachen ist, die
es cbewirken, daß einer Regel folgt, so ist es
Frage nach der Begründung, ˇnach der
Rechtfertigung die dafür angeben kann daß er
ich so ˇnach der Regel
handelet.
| | |
| | | / | | | Habe ich die Begründung
erschöpft, so bin ich nun auf am auf den
◇◇◇ harten dem
auf dem ◇◇◇ harten Felsengrund auf
hartem Grund ˇFelsen angelangt
gestoßen &
mein Spaten biegt sich zurück. Ich bin dann geneigt zu
sagen: “So handle ich eben”.
| | |
| | | | | | Eine Regel kann mich nur in dem
Sinn zu einer Handlung führen wie etwa irgend eine
Anleitung oder ein Befehl.
| | |
| | | ⨯∫ | | | Wie weiß was er auf einen
Befehl hin zu tun hat? – Als er
‘Sprechen’ lernte wurde er auch zum
[b|B]efolgen von Befehlen & zum Befehlen selbst
abgerichtet. Wohl, das sind die Ursachen seines
späteren Verhaltens. Aber wenn der Erwachsene
befielt oder gehorcht, so erinnert er sich nicht
der Zeit jener Abrichtung. Vielleicht ist er nie
abgerichtet worden & hat ˇirgendwie
urplötzlich sprechen (die Sprache gebrauchen)
können.) Wie weiß ich
z.B. was es heißt ich zu tun habe wenn
mir jemand sagt: “Bringe mir diese rote
Blume”? Wie? Hier ist kein
Wie. Ich geriete in Verlegenheit wenn ich
antworten sollte.
| | |
| | | | | |
Wie er aber, wenn Du
ihn die Reihe – …– …– fortsetzen lehrst,
wissen wie er fortzusetzen hat? Nun,
wie weiß ich's? Wenn das heißt welche
Gründe hab ich, so werde ich vielleicht welche
können aber bald werden sie mir
ausgehen.
| | |
| | | | | | “Jetzt hab ich's.”,
“Jetzt weiß
ich's!”, “Jetzt weiß ich
weiter!” sind Ausrufe. Sie
entsprechen einem Naturlaut der Überraschung.
Auf den Ausruf folgt oft die “Ausarbeitung des
Gedankens”.
| | |
| | | ∫ | | | “Diesen Ausdruck
hatte ich gemeint.” Wie konnte ich ihn
meinen als ich ihn noch nicht hatte? Wie kann ich wissen
daß es der war den ich meinte.
[War|Ist] es einfach daß dies ein Ausdruck
ist der mich befriedigt. Oder
suchte ich einfach einen der mich
befriedig[enden|t] Ausdruck &
dieser befriedigt mich?
| | |
| | | | | | Diese ganze
Lösung sah ich in einem
Augenblick for mir. Wie
wußtest weißt Du daß es dies
war, was Du sahst. Kannst Du es mir, kannst Du es Dir
selbst beweisen? – Aber dies bist Du zu sagen
geneigt.
| | |
| | | | | |
Ich kann in dem Sinne alles mit einem Schlage vor mir sehen, in
welchem ich für mich einen langen Gedankengang mir mit wenigen
Worten oder Strichen notieren kann. Was macht diese
Notiz zu einer Notiz dieses Gedankens? Der Gebrauch
den ich von ihr mache.
| | |
| | | | | |
“Das erlösende Wort” kann nur
erlösen weil es sozusagen der Schlußstein
eines Gebäudes ist. Für den der
diese Voraussetzungen nicht hat ist es nicht das
erlösende Wort.
| | |
| | | | | |
“Jetzt weiß ich weiter” ist ein
Ausruf.
Entsprechend einem Naturlaut ˇdem Ausdruck einer Art von
Überraschung.
| | |
| | | | | | Wie das
Lachen auf einen Witz folgt, so folgt dieser Ausdruck auf eine
bestimmte Situation in der eine Lösung für irgendein Problem
gesucht wird. Er ist manchmal dadurch
hervorgerufen daß wir ˇplötzlich das
fehlende Glied einer Kette sehen, oder dergl.
| | |
| | | | | | Daraus daß es uns erscheint als
wüßten wir nun weiter (oder
dergl) folgt aber nicht daß wir auch
wirklich nicht steckenbleiben. Und zwar auch dann, wenn
nichts unvorhergesehenes geschehen ist,
als eben nur das, daß wir nicht weiter
steckenbleiben wissen. Dies geschieht
verhältnismäßig selten. Es wäre
aber wohl denkbar◇◇◇ daß wir immer wieder solche
Scheinerleuchtungen hätten. Sozusagen ein
freudiges Aufzucken ohne die Folge die es zu rechtfertigen
schiene. Und es wäre dann gar nicht klar daß
man sagen müßte: “Als er
sagte ‘jetzt hab
ich's’ da hatte er's, nur vergaß
er's gleich wieder”.
| | |
| | | ∫ | | | Aber bin ich nicht dadurch
gerechtfertigt zu sagen “Jetzt kann ich
weiter” weil ich unter solchen Umständen
immer habe fortsetzen können? Ist
es nicht einfach
Erfahrungstatsache daß ich weiter kann? Weiß
ich es nicht so, wie ich weiß daß der Stein wenn ich
ihn auslasse zu Boden fallen wird? – Das
kann wohl sein: “Wer aber hier etwa die
Streitfrage aufbrächte, ob frühere Erfahrung uns
wirklich zu einem Schluß berechtigt, dem kann man hier antworten,
daß wir mit oder ohne Berechtigung sicher sind, es werde so
geschehen & ungemein überra⌊s⌋cht &
verblüfft wenn es nicht so geschieht.
| | |
| | | ∫ | | | Kurz, das Phänomen,
das uns interessiert ist die plötzliche Sicherheit mit ihrem
Ausdruck, dem im allgemeinen Handlungen folgen, die
jene Sicherheit zu rechtfertigen scheinen.
| | |
| | | ∫/∫∫∫∫ | | | Blitzartiges Denken ist
blitzartiges Erleben da[ß|s] für
den Gedanken steht, wie eine Notiz.
“Jetzt versteh
ich's” etc. Ausruf in
bestimmter Situation. Durch spätere Handlungen
gerechtfertigt oder nicht
Man kann nicht sagen “als
ich's sagte konnte ich's dann hatte
ich's vergessen”.
Daß unvorhergesehene
darf nicht einfach das Nichtkönnen sein.
Man könnte sich den Fall
denken daß dies scheinbare Können immer wieder
aufträte. Tatsachlich
ist diese Intuition oft gerechtfertigt. Diese
Betrachtung wirft Licht auf die Grammatik des Worts
“denken”. Zeigt daß die Grammatik
grundverschieden von der einer Tätigkeit (wie
z.B. sprechen)
ist. Private
Sprache für private Erlebnisse. Tagebuch
über eine Empfindung. Zeichen mit
dem naturlichen Ausdruck der
Empfindg verkuppelt. Dann ist
das Tagebuch für Alle gleich
verständlich. Wie aber wenn es keinen
naturlichen
Ausdr. der
Empf. gibt? Wie weiß
ich dann wann ich dieselbe
Empf. habe?
Ich kann aber doch
für mich jederzeit denken, ohne
Zusammenhang mit andern Gedanken. Hier entsteht die Frage
wie man weiß daß der Gedanke den man hat ein Gedanke über
die & die Dinge ist Ist das
Erfahrung?
| | |
| | | ∫/∫∫ | | | Wie ist es wenn man
zu sich selber unhörbar spricht oder liest?
Ich weiß doch daß sich meine Worte auf ein Erlebnis
beziehen! Aber wie beziehen sich Worte auf ein
Erlebnis. Wie meine ich
mit Worten ein Erlebnis. Wie
meine ich mit Worten
irgendetwas. “Worte
beziehen sich auf ein
Ereignis” Die Idee
des
Psychologi-schen
Beziehung. Ja willst Du sagen daß nichts
geschieht, wenn Einer unhörbar zu sich
selbst spricht? Schachspiel auf
den Theater.
Die Probleme reizen einen dazu auf
gegen den allgemeinen Sprachgebrauch zu gehen, was
natürlich falsch ist.
Einer Regel folg[g|e]n setzt eine Sprache
voraus. Das
mathem. Muß.
Man muß so nach dieser Regel vorgehen; wer
dieser Regel richtig folgt muß dahin kommen.
Interne Beziehung.
| | |
| | | ?// | | | Du willst also sagen
daß, was immer man einen Denkakt nennen kann, nur durch eine Technik ist, der er
angehört. Und nur so ist die Frage zu
beantworten, wie man denn über einen Gegenstand
denken kann. Wie kann ich hoffen, erwarten, fürchten
ˇglauben, daß
Mensch zur Tür hereintreten wird. Was ist
die Verbindung zwischen einem Vorgang in meinem Geiste &
dieser Tür & diesem Menschen? Ist
es eine [E|e]rfahrungsmäßige, kausale
& wird die Erfahrung mich lehren, ob ich wirklich dies
habe? (Wie
sie mich lehrt ob es wirklich ein Spaziergang war was ich
nötig hatte, meine trübe Stimmung zu zerstreuen.)
Denn der Zusammenhang des Denkens
mit den Dingen ist der der Sprache des Sprachlichen | mit den Dingen.
| | |
| | | | | | So kann ich also nicht jetzt etwas hoffen mich
auf etwas freuen unabhängig davon was ich
oder Andre früher & später
tun? Es ist mir doch ganz offenbar daß mein
gegenwärtiger Geisteszustand aller Technik usw.
◇◇◇ nichts zu tun hat. Ja der
Wortausdruck mag mit einer Technik zusammenhängen aber
nicht der Gedanke. Ist also Dein Hoffen nicht eigentlich
das was ◇◇◇ Wortausdruck
| | |
| | | | | | Ich warte den
ganzen Tag auf jemand sein Hund tut das gleiche tut es auch | . Wenn immer die Tur ein Automobil
vorfahren hörten w[i|e]rd⌊en⌋
unruhig & schauen
Türe.
Ich benehme mich ähnlich [i|I]ch
bereite verschiedenes für seine Ankunft vor[;|.]
ˇIch sage zu mir selbst oder zu Andern
“Wenn er doch schon käme”
Fragte man mich, wen ich
erwarte ich würde seinen Namen kennen. Der Hund
kann das nicht. Nun Ich könnte sagen
daß ihn der Hund in einem viel primitiveren Sinne erwartet als
ich.
Aber wenn ich nun in meinem Zimmer sitze & hoffe er
werde kommen & eine Minute dieses Hoffens könnte sozusagen isoliert
werden & ohne seine [v|V]or-
& [n|N]achgeschichtespiel betrachtet werden, wäre es da kein
Hoffen. Aber durch diese Isolation sind ja alle
Verbindungen durchschnitten. Sage ich in dies
Sehe ich in dieser Minute mit sehnsüchtig
Ausdruck ˇ& Gefühl zur Türe was hat das mit
einem bestimmten Menschen zu tun.
Sage ich etwas in dieser Minute so gehört es zu keiner
Sprache
| | |
| | | | | | Wunschen
Russells
Auffassung.
| | |
| | | / | | | Zu sich
selbst unhörbar Sprechen, lesen.
Weiß Einer was er sich
wunscht ehe er es erhält?
◇◇◇ Wenn das heißt
“kann er es
sagen?” so ist die Antwort im allgemeinen
‘Ja’. Ist nun zu sagen
“Ich möchte ein Glas Wein wünschte Wasser | trinken” der
Ausdruck einer Meinung? Im
Allgemeinen nein. So wenig
wie die Worte “Wein her!”, oder der
Schrei “Hilfe!” wenn ich ins Wasser
falle. (Es gibt freilich Fälle wo das Wort
wunschen oder wollen anders gebraucht
wird.)
| | |
| | | ?/ | | | Wünschen heißt
nicht glauben das & das werde mich befriedigen
(mich im Gegensatzt zu meinem
Wunsch)
| | |
| | | ?/ | | | Wer einen Befehl
hört ˇ& versteht der denkt nicht nach: wie
werden diese Worte in der Sprache gebraucht. Sondern er
handelt auf sie hin nun, & diese Worte
sind ein Mittel ihn zu zwingen so zu
handeln.
| | |
| | | ∫ | | | Denken wir uns Menschen
die sich miteinander durch eine
Gebärdenˇsprache verständigen.
Zugleich aber Sie bringen sie auch
aber auch Laute hervor
([W|w]ortartig oder gesangartig) mit denen sie
ihre Gebärdensprache begleiten. Diese Laute aber
bilden kein System einer
Sprache Sprachsystem | sie haben nicht die Regelmäßigkeit einer Sprache.
Dennoch aber beobachten wir
folgende⌊s⌋,Tatsache wird einer dieser
verhindert während
er diese Laute hervorzubringen oder ein
Andrer, sie zu hören, so können sie
sich durch die Gebärden allein nicht verständigen.
Die Gebärde ˇz.B. die
z.B. zusammen mit jenen Lauten als ein
bestimmter Befehl wirkte wirkt ohne diese Laute nicht.
Diese Laute also sind ein Mittel den Andern zu
zwingen. Aber sind sie ˇdarum eine
Sprache?
| | |
| | | ∫/ | | | Ist es leicht die
Hilfe die Du brauchst & der Andre Dir
anbietet mit einem Wort abzuschlagen? Durch Worte kann eine Menge
&
eingeschläfert werden.
| | |
| | | | | |
Denke Dir diese⌊n⌋ F[ä|a]lle ich
erwarte mit Ungeduld zwei Leute A & B.
Ich seufze Einmal sage, ich | ,
halb für mich, “Ich wollte er
käme”. der mir ist
“wen hast Du
gemeint?” ich sage
“ich hab an den A
gedacht”. Ein andermal, wem sage ich
wieder sage
“Ich wollte er käme!” &
auf die Frage er fragt wenn meinst Du
“[w|W]en meinst
Du?”
“[w|W]en meinst Du?”
antworte ich, mir sei ein Zitat eingefallen der Satz
komme in einer vor, er
sei mir eingefallen & ich habe mir ihn vorgesagt, ohne an den
A oder B zu denken.
| | |
| | | | | | Wozu
werden denn in
unsern Erzählungen in Novellen & Geschichten | die Veränderungen des
Gesichts ˇder Körperhaltung & der Stimme
beschrieben?! Warum wird denn vom
Verziehen ˇoder Zucken des Mundes, ˇdem
[r|R]unzeln der Stirn, einem scheuen oder geraden Blick
ˇder Haltung des Kopfes so viel Aufhebens
gemacht?
| | |
| | | | | | (Aber)
wenn ich nun von Hoffnung
ganz erfüllt bin wiederzusehen & wenn ich
die Worte ausspreche “Ich hoffe er wird
kommen”, besteht da die Bedeutung dieses Vorgangs
wirklich nur in jener geschichtlichen
blossen Verbindung in ˇExistenz der Technik der
gemaß jene Worte gebra im
Allgemeinen gebraucht
werden? Man könnte das auch so sagen diese Frage auch so
stellen | : Die Hoffnung
ist ja doch eine Leidenschaft & die Worte die sie
ausdrücken können doch nicht weiter nichts sein
als eine von Steinen in einem
Spiel. Aber war warum nicht? Diese
Worte können z.B. ein
[A|a]rtikulierter Schrei sein. Und
warum sollen denn ˇdas Aussprechen von Worten
unwichtig sein unbedeutend sein | .
Ist es unwichtig wenn ich mich dazu entschließe auf
einen Knopf zu drücken, der eine Mine in die Luft sprengt?
Einer unterschreibt einen Hinrichtungsbefehl.
| | |
| | | | | | Frage
einen Schauspieler ob es leicht ist diese Worte so auszusprechen
daß sie ein [T|t]iefes Gefühl
ausdrücken? Ja aber der Schauspier um
das zu können muß sich eben auch geistig in die Situation der
Dichtung versetzen. Freilich – – –
| | |
| | | ∫ | | | Frage nicht so
sehr, “Wie kann man Empfindungen
benennen?” als:
“wie kann man die Namen
Empfindungen ◇◇◇
anwenden?
| | |
| | | ∫ | | | Soll ich sagen
“die Hoffnung ist keine Empfindung?”.
Was macht es ob ich sage sie sei eine Empfindung?
Damit ist ja nur
etwas angedeutet aber die Grammatik des Wortes
“hoffen” nicht klargestellt.
| | |
| | | ∫ | | | Muß ich für den
philosophischen Zweck ˇdas Phänomen der Hoffnung &
Erwartung analysieren können.
Gewiß nicht! Was geht mich die Psychologie
an[!|?] Nur wird man leicht in sie
verstrickt.
| | |
| | | | | | Nur
ein sehr unglücklicher Mensch hat das Recht einen
Andern zu bedauern.
| | |
| | | ∫ | | | ◇◇◇
Wir spielen ein seltsames Spiel mit den Worten
“Ich hoffe er wird kommen”.
(Seltsam scheint's mir wenn ich
philosophieren will.)
| | |
| | | ∫ | | | So lang man sich nur
hütet Unsinn zu reden ist alles gut. Aber beim
Philosophieren werden wir eben fortwährend dazu
verleitet.
| | |
| | | | | | Man
kann vernünftigerweise nicht einmal auf
Hitler eine Wut haben;
wie[f|v]iel weniger auf
Gott.
| | |
| | | ?/ | | | Warum soll ich nicht sagen der die Laute
des Schmerzenschreis & daes
Lachens seien von
Bedeu voll von Bedeutung?
| | |
| | | ∫ | | |
Die eigentliche Schwierigkeit scheint doch die zu sein,
daß die Worte “Ich hoffe …” einmal
gedankenlos (ja) papageienhaft ausgesprochen werden können & dann eben nichts
bedeuten, einmal mit Gefühl &
intensiven Gedanken & dann ihre eigentliche
Bedeutung haben; und daß anderseits gerade diese seelische
Begleitung unfaßbar erscheint. Ich rede
nun von dem starken Gefühl der Hoffnung, von dem
intensiven Denken & diese Worte müssen uns also
verständlich sein. Was ist also ihre
Bedeutung? Wie lernen wir diese Bedeutung?
Gebrauche ich die Worte nicht nur dann richtig wenn ich sie
gebrauche, wie die Andern?
| | |
| | | / | | | Zweifelst Du daß der
Andre Sehnsucht
empfindet? Manchmal zweifelst Du, manchmal
nicht. Versuch einmal, in in diesem & jenem
Fall einem
besondern Fall | die Angst, die Schmerzen des
Andern zu bezweifeln!
| | |
| | | / | | | Aber ein wirklich guter
Schauspieler kann doch diese Zustände den Zustand der Angst der
◇◇◇ Sehnsucht |
täuschend . Nun, versuch einmal ein wirklich
guter Schauspieler zu sein!
| | |
| | | ∫ | | | Denk
daran daß Menschen an eine
so an welche | innige Verbindung zwischen Namen &
[b|B]enannten ◇◇◇ glauben mit Namen Magie treiben, können
um dem Benannten zu schaden.
| | |
| | | ∫ | | | Der
Gebrauch des Wortes “diese
Empfindung”.
| | |
| | | ?/ | | | Wenn wir bloß mit
uns selbst reden, philosophische Selbstgespräche führen, so
sagen wir durcheinander Sätze, die wenn die Sprache
[a|A]rbeitet leistet die
verschiedensten Funktionen haben. Viele unter
ihnen, die bloß da[ß|s]
mißverständliche Fortspinnen Argumente sind. // Fortspinnen brauchbaren Materials
sind. // •
| | |
| | | / | | | Es schaut absolut so aus
als existierte hier ein Problem für die
Introspection. Und es besteht
doch keins!
| | |
| | | | | | •Darum ist es so
ungeheuer wichtig beim Philosophieren sich immer das Sprachspiel zu
vergegenwärtigen.
| | |
| | | / | | |
Wenn die Andern Automaten sein
könnten; dann Du auch!. –
| | |
| | | / | | | Ein Hund zeigt
Freude. Kann er auch Freude heucheln? Und
warum nicht? Weil er zu ehrlich ist?
| | |
| | | / | | |
Du hast schon längst alles gesagt, nur siehst Du's
nicht. Es fehlt Dir nur der Schlußpunkt.
“Mir schwebte ein Fluch auf der
Zunge” – wie ist das?
| | |
| | | | | | “Ich kann nur glauben daß
der Andre Schmerzen hat, aber ich
weiß es, wenn ich sie habe.”
Ja: ich kann man kann die Bestimmung
treffen statt “Er hat Schmerzen” den
Ausdruck einführen werde gesagt
“Ich glaube, er hat Schmerzen”, statt
“Ich habe
Schm.”:
“Ich weiß daß ich ˇhabe
Schm.
habe”..
Aber das ist alles.
| | |
| | | ?// | | | Was hier wie eine
Erklärung, oder Aussage über die seelischen Vorgänge,
ausschaut, ist nur eine
Bestimmung über die Benennung.
⌊⌊ // ist nur das ein Vertauschen
einer Ausdrucksweise für eine andere, die uns
erscheint. // // ist in
[w|W]ahrheit nur ein
Vertauschen … // ⌋⌋
⌊⌊auf den treffenden Ausdruck aber kommt
es hier nur insofern an als er unsere Tendenzen klarer
macht.⌋⌋ Ich will Einem
erklären: “Ich versichere Dich ich benehme
mich nicht nur als hätte ich Schmerzen, ich fühle sie
wirklich; ich weiß genau was ‘Schmerzen’
heißt.” Warum soll er nicht sagen:
Das ist alles auch Schmerzen-Benehmen.
| | |
| | | ∫?/ | | | Ich
habe heute Kopfschmerzen; es kommt mir wie ein Segen vor, damit ich
besser sehen kann wie es sich mit den Schmerzen verhält.
| | |
| | | ∫ | | |
Es führt [e|E]iner ein
Tagebuch über Empfindungen (z.B.
Schmerzen) die er gehabt hat. Wozu
dabei? Was kommt dabei heraus? Das ist
natürlich nicht die eigentliche Frage. Diese
wäre: Wie beziehen sich den jene
Eintragungen auf die Empfindungen? Oder, inwiefern
beziehen sie sich denn auf irgendetwas.
| | |
| | | | | | Wir müssen
unterscheiden zwischen dem, was wir im Sprachspiel sagen
& dem, was wir beim Philosophieren darüber,
– zu sagen geneigt sind.
| | |
| | | | | | Und Philosophie besteht nicht aus in
aus dem was wir zu sagen geneigt sind sondern in
einer der Erklärung sie hat uns dieser
Neigung zu
erklären..
| | |
| | | ∫ | | | Wenn man Philosophen liest möchte man
nach jedem Satz schreiben: “möchte ich
sagen”. // möchte man jeden ihrer
Sätze ergänzen durch die Worte “möchte ich
sagen”. //
| | |
| | | ∫ | | | Der erste Irrtum, wenn wir
ein philos. Problem angehen ist
die Frage, die wir stellen.
| | |
| | | ?/ | | | Wie kann ich denn mit
der Sprache ˇnoch zwischen die Schmerzäußerung
& den Schmerz treten wollen?
| | |
| | | / | | | Es zeigt ein fundamentales
Miß-verständnis wenn ich meinen
gegenwärtigen Zustand der Kopfschmerzen betrachte um
über das philos. Problem der
Empfindung ins klare zu kommen.
(Schon
| | |
| | | | | |
Denke Dir einen Menschen der es nicht im
Gedächtnis behalten könnte was das
Wort “Schmerz” bedeutet & der daher immer
wieder etwas anderes Schmerzen nennt, aber das Wort
(vielleicht zufällig) immer in
Übereinstimmung mit den gewöhnlichen Zeichen
den Symptomen & Voraussetzungen des Schmerzes
verwendete! (Das muß ein leerlaufendes Rad sein,
was man drehen Das Rad gehört nicht zur Maschine
das man drehen kann, ohne daß sich etwas andres
mitbewegt.)
| | |
| | | | | |
‘Der Ausruf “Kopfschmerz” Das Wort “Kopfschmerz” | bezieht
sich aber doch auf etwas!’ – Ja, so
möchte ich sagen. –
| | |
| | | | | | ‘Er bezieht sich aber doch auf etwas
hier!’
| | |
| | | / | | | Ist es ebenso sicher daß
der Andre traurig ist, wie daß ich es
bin? Oder könnte der Andre
nicht doch ein Automat sein? – Ist es so sicher
daß in des Nachbars Haus Zimmern Möbel in
den Zimmern Möbel stehen,
wie, daß sie in meinen Zimmern stehen?
Könnte ich kein Automat sein?
Bin ich keiner? Gehören die
Empfindungen mir?
| | |
| | | ?/ | | | Am Grunde dieser
Schwierigkeiten scheint
Tendenz zu liegen, zu sagen: “Zahnschmerzen sind
etwas”.
| | |
| | | | | |
Was geschieht, wenn ich Deine Aufmerksamkeit auf etwas
. Denke an einen Satz
wie: “‘change taking place’
is a unique content of experience”
(James) Das ist doch jedenfalls
keine Information.
| | |
| | | | | | Man könnte fragen:
“Wem sagst Du das?”
| | |
| | | | | | Der Ausruf: “Wie
ist die Sonne ausschaut!”
| | |
| | | | | | (Die Sprache durchpflügen.)
| | |
| | | / | | |
‘Wenn ich sage “ich habe Schmerzen” bin
ich jedenfalls vor mir selbst
gerechtfertigt”’.
| | |
| | | | | | “Ein Schmerz ist doch
Etwas!”
| | |
| | | / | | | Ist es denn unbedingt
wünschenswert, daß die philosophischen Probleme
zum Schweigen gebracht werden?
| | |
| | | | | | “Jeder kennt, aus erster Hand, nur seine
eigenen Schmerzen .” Was für eine Art von
Satz ist diese allgemeine
? // allgemeine Feststellung? //
| | |
| | | ∫ | | | Aber warum
traust Du Dir selbst so wenig? Du weißt doch sonst
immer was “reden” heißt[;|.]
[w|W]enn Du also sagst Du habest in der
Vorstellung das & das
so wird es eben
sein. Hättest
Du nichts gesagt geredet so würdest
Du nicht sagen Du habest etwas gesagt geredet. Ebenso wenn Du etwas
rotes in der Vorstellung, oder als Nachbild
siehst so wird es eben etwas rotes sein das Du
siehst; Du weißt ja sonst was “rot” ist.
Und weiters: Du verläßt Dich ja nicht
immer auf die Übereinstimmung mit den
Andern; denn oft berichtest Du, Du habest das
& das gesehen, wenn es niemand gesehen hast
als Du selbst.
| | |
| | | | | | Aber ich
traue mir ja. Ich sage ja ohne
bedenken, ich habe das & das zu mir
gesagt, oder mir das & das vorgestellt.
| | |
| | | ∫ | | | Aber
könntest Du Dir nicht das & das vorstellen, auch
wenn Du nicht sprechen gelernt hättest? Und stellst
Du Dir z.B. jetzt etwas
rotes vor, so hättest Du's doch
auch tun können.
Und Deine Vorstellung wäre dann also rot
gewesen, auch wenn Du es nicht hättest sagen
können. // Und Deine Vorstellung
wäre dann also von der Farbe gewesen wie jetzt, obwohl
Du damals nichts •
¤
hättest
•
sagen können. //
| | |
| | | ∫ | | | Hat es also keinen Sinn
zu sagen, die Vorstellung
Menschen, der keinen Ausdruck der Vorstellung besitzt // hat // , sei rot?
| | |
| | | ∫ | | | Aber fehlt mir
nicht eben die Vergleichsmethode für die
Vorstellungen wenn er für sie keinen Ausdruck hat? – Wohl [a|A]ber würdest
Du sagen, ein Stab habe keine Länge, oder
könn⌊el⌋te
nicht 2 Fuß lang sein, weil ich Du gegenwärtig
nicht in der Lage bi[n|st] ihn zu messen.
| | |
| | | ∫ | | | Ich möchte mich auf
das momentane Erlebnis berufen; aber dieses
erscheint wieder unfaßbar, etwas, was man nicht festlegen kann, was
als ˇein Stein im Spiel nicht fungieren kann.
| | |
| | | ∫/ | | | Das
“Unfassbare” ist
natürlich das wovon man nicht reden kann
& doch reden will. Oder auch: es
ist das Resultat einer falschen Sprachdeutung. Man
will nämlich sagen: es gibt etwas was nur Gegenwart
hat & keine Vergangenheit (noch
Zukunft)
| | |
| | | ∫ | | | Du sagst etwas was Du
geneigt bist zu sagen. Und es hat nur darum
Inter-esse, weil auch wir die
gleiche Neigung ˇes zu sagen empfinden. Aber nun ist
es noch nicht wahr oder auch nur wahrscheinlich, sondern der
Gegenstand unsrer Untersuchung
| | |
| | | ?/ | | | Wenn nun aber
etwas nur Gegenwart haben soll, so kann ich es nicht mit etwas
Anderem was auch nur Gegenwart hat
vergleichen. Ich kann es auch nicht
beschreiben[.|;] [D|d]enn was ich
beschreibe kann sich ändern. Woher aber dann
diese seltsame Idee?
| | |
| | | / | | | Das “innere
Zeigen”. Ich weiß doch was
“rot” ist. Nämlich das. Oder:
“nämlich das, was ich mir jetzt
vorstelle”.
| | |
| | | ∫ | | | Zum Zeichen, daß man
weiß was das Wort, oder der Ausdruck, , ruft man sich's ins Gedächtnis in
die Vorstellung ˇkonzentriert seine Aufmerksamkeit
darauf. Das ist etwa wie wenn man sich überzeugen
will welche Wörter einer Fremden Sprache man
versteht, eine Liste solcher Wörter durchgeht
& ohne sie im Wörterbuch nachzuschlagen sich ihre
Bedeutung einfallen läßt. Aber hier ist doch
noch die Frage ob uns auch das
richtige einfällt.
Denn es wäre ja möglich daß mir mit allem Schein
voller Sicherheit das Falsche einfiele. Und es ist
ein Erfahrungssatz, daß die Sicherheit die
Richtigkeit wahrscheinlich macht.
| | |
| | | / | | |
Um über die Bedeutung des Wortes
“[D|d]enkens”,
“hoffen”, klar zu werden, sehen wir uns selbst beim beobachten wir uns
beim | Denken, oder Hoffen
zu: Was wir das , das wird das Denken oder Hoffen sein,
also (das), was jene Worte bedeuten! – Aber so
werden die Worte eben (gar) nicht gebraucht. (Es
wäre , als
beobachtete man ein Stück Käse nun zu sehen, wie der
Käse im Preis
steigt. teurer wird. | )
| | |
| | | / | | | ‘Die Menschen
stimmen miteinan-der
darin
überein, daß sie sehen, hören, fühlen
etc. (wenn auch Mancher blind
& Mancher taub ist,
etc.). Sie bezeugen also von sich
sie haben Bewußtsein. Aber, wie
merkwürdig! wem
teile mache ich eigentlich eine Mitteilung, wenn ich
sage: “Ich habe
Bewußtsein”. Was ist
der Zweck mir das zu sagen & wie kann der
Andere mich verstehen?
Nun, Sätze wie “Ich sehe”,
“Ich höre”, “Ich bin bei
Bewußtsein” haben ja wirklich ihren Gebrauch.
Dem Arzt sage ich “Ich Jetzt
höre ich wieder auf diesem Ohr”, wer in mein Zimmer
tritt & glaubt ich schlafe noch ˇdem sage ich
“Ich bin schon wach”, etc.
| | |
| | | | | |
Beobachte ich mich also
& sehe, daß ich sehe? // & nehme wahr, daß ich sehe,
& daß aber bei Bewußtsein
bin? // Und wozu
überhaupt von Beobachtung reden?!
nicht einfach sagen:
“Ich nehme wahr, daß ich bei Bewußtsein
bin”. Aber wozu hier die Worte “Ich
nehme wahr”; warum nicht sagen: “Ich bin
bei Bewußtsein”. – Aber zeigen die
Worte “Ich nehme wahr” hier nicht an, daß
ich auf mein Bewußtsein aufmerksam bin, was doch gewöhnlich
nicht der Fall ist? (Denn ich habe gewöhnlich
Besseres zu tun.) Wenn es so ist da[ß|nn]
sagt jener Satz also nicht daß ich bei
Bewußtsein bin sondern daß ich ˇmich in einem
bestimmten ˇseelischen Zustand befinde, wie wenn ich sage
“Ich bin aufgeregt”.
Aber ist es denn nicht eine bestimmte Erfahrung, die mich
veranlaßt zu sagen “Ich bin schon
wach”, oder “[i|I]ch bin wieder bei
Bewußtsein”? Welche
Erfahrung?! das
ist zu beantworten; und zwar dem
Andern. (Und zwar dem
Andern verständlich. Denn vom
Andern habe ich die Sprache
gelernt.) Und was er nicht verstehen kann, kann
ich auch nicht verstehen.)
| | |
| | | | | |
“Aber ich habe doch Bewußtsein!”
– Aber es ist seltsam daß ich weiß, daß
“Bewußtsein”
heißt!
| | |
| | | ∫ | | |
“Ich bin doch lebendig; // Ich
lebe doch; // ich habe doch
Bewußtsein!” ([d|D]abei
öffne ich die Augen weit & schaue um mich.)
Wem sag ich das, & wozu? Der
Andre wird sagen: “Ich habe
ohnehin nicht dran gezweifelt gewußt | , daß Du
bei Bewußtsein bist”. Und warum sage
ich's mir? Nun ich merke, daß es
so ist & sage es. Was die Worte wohl für eine
Beziehung zu dem Faktum haben? & warum ich es
wohl mit Worten begleite? Könnte ich es ebensogut
auch mit Musik begleiten?
| | |
| | | | | |
Ist, daß ich Bewußtsein habe, eine
Erfahrungstatsache?
| | |
| | | | | |
Aber sagt man nicht vom Menschen er hat Bewußtsein & vom
Baum oder Stein, er habe keines? Wie wäre es,
wenn's anders wäre? Wären die
Menschen alle bewußtlos? – Nein nicht im
gewöhnlichen Sinne dieses Worts; aber ich,
z.B., hätte nicht Bewußtsein, wie
ich's jetzt tatsächlich habe.
| | |
| | | | | | Aber kann ich mir nicht vorstellen // denken // daß die Menschen um mich
Automaten sind kein Bewußtsein haben obwohl ihre Handlungsweise
ganz unverändert bleibt? Wenn ich mir's
jetzt – allein in meinem Zimmer sitzend –
vorstelle so sehe ich die Leute mit starrem Blick (etwa wie in
Trance) ihre⌊n⌋ Verrichtungen
ausführend nachgehen, & die Idee ist ˇetwa ein
wenig unheimlich. Aber nun versuche einmal im
gewöhnlichen Verkehr an dieser Idee
festzuhalten. Wenn Du mit jemand
sprichst, arbeitest, etc. sage Dir
“Er ist ein bloßer Automat.”
Alle seine Lebendigkeit ist bloß Schein.”
Und diese Worte werden Dir entweder gänzlich nichtssagend
werden, oder Du wirst etwa in Dir ein unheimliches Gefühl
heraufbeschwören. Aber Du siehst Dir tatsächliche Phänomene doch anders
ˇals gewöhnlich an wenn Du Dir sagst Dein Freund sei ein
bloßer Automat. Gewiß!:
Man kann eine Erscheinung als Grenzfall einer andern
[A|a]uffassen & dadurch den Eindruck den
wir von ihr erhalten ändern.
| | |
| | | ∫/ | | |
Ist nun, was ich
(mir) vorstelle um einen Grad weniger real
als was in der äußern Welt geschieht? oder mehr
real? // Ist nun das Vorgestellte,
z.B. das Sprechen zu mir selbst, um einen Grad
…? // Zu beiden Meinungen kann man sich
bringen. Und beide bedeuten für uns gleich
wenig. | | |
| | | ?/ | | |
Du sagst zwar nicht, es könne keine Empfindung
wenn sie nicht ausgedrückt wird;
[A|a]ber sagst Du nicht doch, Wesen, die keines Ausdrucks
fähig wären
empf[i|ä]nden nichts? Ich
sage:, wir nicht
von Empfindungen reden, wenn es keinen ˇnatürlichen
‘Ausdruck der Empfindungen’
gäbe. Ich sage daß ‘nicht sehen’
& ‘Blindheit’ dasselbe bedeutet &
ebenso ‘nicht hören’ &
‘Taub sein’. Ich
sage also nicht: “dieser
Mann ist blind, aber vielleicht sieht er doch
dennoch”.
| | |
| | | / | | | Der erste Fehler den wir in einer
philos. Untersuchung machen
ist die Frage, die wir
stellen. // ist die
Frage. // // Der
erste Fehler in
philos. Untersuchung ist die
Frage, die wir
[S|s]tellen. //
| | |
| | | / | | |
“Folgt aus dem, was Du
sagst nicht, daß wenn es keinen Ausdruck gäbe, es
(auch) keine Empfindung⌊en⌋ in der Welt
gäbe? Und es ist doch gewiß vorstellbar,
daß es Empfindungen gäbe & nichts, was wir einen
Ausdruck der Empfindung nennen würden!”
(Dabei stelle ich mir die Empfindungen förmlich in
der Welt herumschwimmend vor.)
| | |
| | | ?/ | | |
Aber wenn ich
Gefühl // Empfindung //
nur von mir selber kenne, gibt es ja überhaupt verflucht
wenig der Welt!
(Und dann werden ˇwir ohne das auch
noch auskommen.)
| | |
| | | ?/ | | | “Ich bin nicht sicher, ob ich mir nicht
vorstellen kann, daß dieser
[s|S]chmerzen hat.” – Und wenn
ich's nun kann – was weiter? Inwiefern ist
das interessant? Welche Verbindung hat es mit meinem
übrigen Leben.
| | |
| | | ?/ | | | Ich kann mir
vielleicht auch
vorstellen (obwohl es nicht leicht ist) jeder der Leute die ich
auf der Straße sehe habe Schmerzen verberge sie aber
kunstvoll. Und hier ist es wichtig: daß ich
mi[c|r]h ein kunstvolles Verbergen vorstelle. vorstellen
muß. | Daß ich mir also
nicht ˇeinfach sage: “Nun, seine Seele hat
Schmerzen; aber was hat das mit seinem Leib zu
tun!” muß das … zu tun
haben!” // ; aber das muß sich ja am
Leib nicht zeigen.” // Wenn ich
mir nun vorstelle daß die Leute die ich auf der Straße sehe alle
verhohlene Schmerzen haben so gehen mir etwa Gedanken durch den Kopf
wie: “Das muß schwer sein, so
natürlich zu lachen, wenn man starke
Schmerzen hat”. ⌊⌊ Wenn ich mir das nun
vorstelle, – was tue ich;– was ich (zu) mir (selbst); wie
ich die Leute an? ⌋⌋
Oder ich schaue den Andern mitleidig &
verständnisvoll an; oder sage mir, ich dürfe ihn nicht
so ansehen sondern müsse seine Maske respektieren.
| | |
| | | / | | | “Wenn ich mir vorstelle, er habe
Schmerzen geht … vor” – oder:
“ … geht eigentlich nur … in mir
vor.” Ich mag diese Art der Analyse nicht.
Denn ein Andrer sagt dann: Ich
glaube ich kann es mir auch vorstellen, ohne dabei …
zu denken”. Das ist
irrelevant. ⌊Dieser Versuch um die
philos. Schwierigkeit
herum zu kommen ist abortiv.⌋
| | |
| | | / | | |
“Aber wenn ich mir ◇vorstelle daß
Einer der lacht in Wirklichkeit Schmerzen hat, so stelle ich mir doch kein
Schmerzbenehmen vor, denn ich sehe eben das Gegenteil. Was
stelle ich mir also vor?” – Nun,
daß er Schmerzen hat; & ich stelle mir dazu nicht
notwendigerweise vor daß ich Schmerzen fühle. –
“Aber wie geht es also vor sich, wenn ich mir das
vorstelle?” – Wo außerhalb der
Philosophie, verwenden wir denn “[i|I]ch kann mir vorstellen
daß er Schmerzen hat”, oder “Ich
stelle mir vor, …”, oder “Stell Dir
vor, …!”? Man kann
Einem sagen “Stell Dir einmal vor,
daß dieser Mann dort, mit dem lachenden Gesicht starke
Schmerzen
hat!”– und dabei gibt man ihm keine Anleitung was
er eigentlich soll.
Darum ist auch jene Analyse gar nicht zu
Sache. D Es könnte der
Befehl etwa in einem Spiel gegeben werden & wir schauen nun
der sich dies schwer
Vor[zu|stel]lbarestellende vorstellt.
| | |
| | | / | | |
Denk an den Ausdruck:
“Ich kann mir sehr wohl vorstellen, daß
…”!.
Z.B.: “daß
Einer so handelt & (doch) nichts
glaubt, ◇◇◇ …” Schandbares in der
Handlung sieht.” – Und nun folgt die
Beschreibung, wie man sich das vorzustellen habe.
| | |
| | | / | | | Eine Unklarheit besteht hier darüber Wir sind uns nicht klar darüber | , was
das Sich-vorstellen-können // was die Vorstellbarkeit // hier
für eine Rolle spielt. Inwiefern den Sinn des Satzes garantiert. sicherstellt. // gewährleistet. //
|
| | |
| | | / | | |
“Ich kann mir eine Gesellschaft von Menschen
vorstellen in der es als unanständig gilt zu rechnen, außer
zum Zeitvertreib.” Warum sage ich hier:
“ich kann mir …
vorstellen”? Es heißt hier ungefähr so
viel wie: ich könnte mir dieses Bild
leicht weiter ausmalen.
“Ich kann mir vorstellen ˇ(denken) daß
eine Baumreihe ohne Ende
weiterläuft”. D.h.
etwa: wenn es Sinn hat zu sagen die Baumreihe hier zu einem Ende, muß es auch Sinn haben zu
sagen, sie hier nicht zu einem Ende,
oder, sie kommt nie zu einem Ende. Meine visuelle
Vorstellung ist etwa die einer Baumreihe, die
‘unabsehbar’ weiterläuft.
Diese Ein solches [b|B]ild
verbürgt natürlich den Sinn des Wortausdrucks sowenig, als
es ihn erklärt. “Ich kann
mir doch vorstellen unsere Maßstäbe zögen sich
immer zusammen wenn …” heißt:
“Wenn sich unsere Maßstäbe
[◇◇◇|so &] so benähmen, würden wir
sagen …” Dies erklärt den Sinn einer bestimmten
Ausdrucksweise. “Ich kann mir doch
vorstellen, wie der Andre in seinem
Bauch Schmerzen hat!” (Ich könnte
dazusetzen: “[j|J]etzt
z.B. tue ich es
gerade”) Erklärt dies, was es
heißt: der Andre habe
Schmerzen? Ist diese Vorstellung nicht eine Art
‘freak’-[v|V]orstellung.
Ich kann mir (z.B.) des
Andern Magenschmerzen
besserc, lebhafter,
vorstellen, wenn ich ˇmich selbst leichte etwas
ungerade nicht ganzwohl bin
fühle. Aber ich
‘verstehe’ doch
¤
die Bedeu das Wort
“Magenschmerz”
nicht besser.
| | |
| | | / | | |
Wenn man sich die Schmerzen des
Andern nach
eigenen vorstellen muß, dann ist das keine so leichte Sache da ich
mir nach den Schmerzen die ich fühle Schmerzen
vorstellen muß, die ich nicht fühle.
(Und ◇es ist nur irreführend, zu sagen, die
Betonung sei hier falsch, & ich hätte mir nur nach
Schmerzen, die ich fühle, solche vorzustellen, die
ich nicht fühle. Das
ursprüngliche Schmerzbenehmen deutet
etwa kann auf einen den Ort der
Schmerzen ˇdeuten, aber nicht auf eine Person. Die
Person, leidet ist die, welche
klagt.) | | |
| | | / | | | ⌊⌊
Ein Kind, im Spiel, kann ein Stück Holz streicheln, verbinden,
ihm zureden, sagen, es habe Schmerzen, etc. ⌋⌋
| | |
| | | ∫?/ | | | In einem
Andersenschen
Märchen könnte es von einem Stein heißen, er habe
öfter Schmerzen oft Kopfschmerzen | zeige
es, sei aber zu
mannhartˇstandhaft, es je zu
zeigen. Und im Märchen ◇◇◇ würde
man das verstehen. ( es illustriert, so hätte
natürlich der Stein ein Gesicht Und
dies zeigt, daß es Sinn hat auch von einem Stein zu sagen, er habe
Schmerzen. Nämlich im Märchen. Das
Kind, sagt, seine Puppe sei krank, glaubt
nicht, daß die Puppe lebt. Ein Sprachspiel kann
man so spielen, & ein anderes nicht.
| | |
| | | ∫ | | | Woher kommt
auch nur der Gedanke, Wesen, Gegenstände,
könnten ‘etwas fühlen’?
Meine Erziehung hätte mich darauf geführt indem sie mich
auf meine eigenen Gefühle // auf die
Gefühle in mir // aufmerksam machte & nun
übertrage ich die Idee auf Objekte außer
mir? Ich erkenne, es ist da (in mir) etwas, was ich
(in Übereinstimmung ohne mit dem
Wortgebrauch der Andern ˇin Widerspruch zu
geraten) “Schmerzen” nennen
kann? Auf Steine & Pflanzen
etc übertrage ich meine Idee
nicht.
| | |
| | | | | | Könnte ich
mir nicht denken, ich hätte fürchterliche Schmerzen
& ˇmein Körper würde während dieser
Schmerzen zu einem Stein? Ja, wie weiß ich, wenn ich
die Augen schließe, daß ich nicht zu ˇeinem Stein
geworden bin?
| | |
| | | | | | Aber wenn ich nun zum Stein geworden bin
– inwiefern wird der Stein Schmerzen
haben. Inwiefern wird man es
vom Stein aussagen können? Und kann man von ihm
sagen er habe eine Seele & die hat
Schmerzen? Was hat eine Seele & was haben
Schmerzen mit einem Stein zu tun? Nur von dem,
was sich benimmt, wie ein Mensch, kann man sagen, daß es
[s|S]chmerzen hat. Denn man
muß es von einem Körper sagen, oder, wenn Du willst,
von einer Seele, die ein Körper hat. Und wie
kann ein Körper eine Seele haben?
| | |
| | | | | | Aber ist es nicht absurd von einem Körper
zu sagen, er habe Schmerzen? – Und warum fühlt
man darin eine Absurdität? Inwiefern
fühlt meine Hand nicht Schmerzen; sondern ich in meiner
Hand?
| | |
| | | / | | |
Was ist denn das für eine Streitfrage:
“Ist es sein Körper der
Schmerzen fühlt?” Wie ist sie denn zu
entscheiden? Wie macht es sich geltend, daß es
nicht der Körper ist? Nun etwa so:
Wenn [e|E]iner in der Hand
Schmerzen hat so sagt's die Hand nicht sondern er
sagt's mit dem Mund, den Augen etc.
Nun, was weiter! Man sagt auch nicht
“Die arme Hand hat Schmerzen!” Und man
spricht nicht der Hand zu, sondern sieht ihm in die
Augen. –
| | |
| | | ∫ | | |
Ich bin geneigt zu sagen: [e|E]s ist
das menschliche Benehmen, das die Schmerzen
hat. Sozusagen: Wenn ich
suche, woran sich Schmerzen hängen können, so ist
es nicht ein , sondern das
Verhalten eines . Aber das ist vorerst lauter
Metaphysik.
| | |
| | | ?/∫ | | |
Aber mußt Du nicht zugeben, daß, wenn Du das einzige
Lebewesen auf der Erde wärest & Dein Benehmen nicht das
eines Menschen wäre, Du dennoch Schmerzen haben
könntest; wenn
Du es auch nicht sagen könntest. // ; wenn darüber auch nicht gesprochen werden
könnte. // Es wäre aber
dann a priori so weit kein Grund,
warum man einen Menschen & nicht irgend
cetwas anderes, als Träger des Schmerzes annehmen
sollte. , Ja warum soll der Schmerz hier
überhaupt einen Träger haben. Wenn Du sagst,
Einer hab Schmerzen, so meinst Du doch, es
wäre wahr, wenn er sagte “Ich habe
Schmerzen”, auch wenn er es nicht sagen kann.
Wie, wenn ich hier sagte: “Es wäre
angemessen, wenn er stöhnte, auch wenn er nicht stöhnen
kann”, oder “Es wäre angemessen, wenn er
Schmerzbenehmen zeigte, auch wenn ihm
dies Benehmen so unwenig möglich ist, wie einem
Stein”?
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| | | | | | Du mußt Dich immer fragen: Was
hat haben denn die Sprache
Worte mit ihm zu tun, worauf sie sich
beziehen?”
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| | | | | | Der tiefe Aspekt
entschlüpft leicht.
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| | | | | | …
[s|S]ondern dies: Kann ich das
‘Vorstellungsbild’ beschreiben
ohne auf das Bezug zu nehmen, was den Gegenstand meiner
Vorstellung bildet? Wie vergleicht man das Rot was man
sich vorstellt mit dem Rot des Vorstellungsbildes? Oder
heißt das überhaupt etwas
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